Leibniz Bücherwarte

Am 22.2.1985 gründete die Verlegerin Gabrielle Spaeth mit 45 Jahren ihren Verlag in Bad Münder, der so nicht heißen sollte, um den Verlegergattungen noch ein Kommerzunternehen hinzuzufügen, sondern ein Leuchtturm in der Brandung der Bücherflut sein möge. 

Aus dem breiten Spektrum von der Autorensuche, Manuskriptverfassung, Korrektur, Recherche, dem Lektorat und Revidieren über das Layout, Drucken bis hin zur Werbung und dem Vertrieb ergibt sich, wie sehr der Buchverleger mit Inhalt zu tun hat, der klar, vermittelnd und anregend sein sollte. So wurde dieses Buchinstitut LEIBNIZ-Bücherwarte genannt, in der Bücher hergestellt und Gedankengut gewartet werden. Und Leibniz sollte als neu angezündete Sonne der Namengeber sein. Er lebte 40 Jahre in der Provinzhauptstadt Hannover, wo er hauptsächlich als Leibniz-Keks und Leibniz-Ufer bekannt geworden ist, was eher mit einer "Idee Butter" (Ernst Bloch) und dem Flohmarkt in Verbindung gebracht werden kann. Zur großen Freude der Leibniz-Freunde heißt endlich die Niedersächsische Landesbibliothek seit Januar 2005 Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek. Und auch die Technische Universität wurde in Leibniz Universität umbenannt

Leibniz, das letzte Universalgenie, sollte von einer anderen Warte neu zugänglich gemacht werden. 

Über den „Herrenhäuser Garten und seine Statuen“ von Eugen Horti, Barbara Brünings Bücher: „Mit dem Kompass durch das Labyrinth der Welt/Wie Kindern wichtigen Lebensfragen auf die Spur kommen“ und „Wenn das Leben an Grenzen stößt/Philosophieren mit Märchen über Grenzsituationen“, „Zwischen Glück und Freiheit/Philosophinnen von der Antike bis zur Gegenwart“, George McDonald Ross’ „Gottfried Wilhelm Leibniz/Leben und Denken“, Marcel Messings „Der Weg der Katharer“, Beate Kaspers „Literarische Reise durch England & Wales/Biographische Portraits englischer AutorInnen in ihrer Landschaft“, Kurt Kleins „Von Deutschland nach Deutschland/Briefe aus der „Ostzone“ 1947-1985 an Rudolf Walter Leonhardt“, Marianne Clemens': „Unruhige Zeiten in unserem Land“ bis Annekathrin Langes „Im Schatten des Lichts“, mit Ingrid Heimbergs „Die Träume von Tod und Leben der Rebecca Sophia“, Ramona Wickmanns „Kasimeras Vermächtnis“, Nine Zuchs Kindergedichten „Vom Apfelbaum und Mausegrau“ und Friedrich Papes „In der Strömung“ ist versucht worden, ein Programm durchzuführen, das unterschiedliche Aspekte beleuchtet, die mit Lyrik, Epik und Philosophieren mit Kindern zu tun hat.

Wer noch lesen kann, der lese, um selber einen Gegenwartsbezug herzustellen. 

Die Beschäftigung mit dem Totenreich der Vergangenheit ist sinnlos, wenn sie nicht in Bezug gesetzt werden kann zur unmittelbaren Gegenwart.